Kulturpolitik
  • Audio-Guides in Münchner Museen und Galerien - speziell auch für Kinder (19.3.09) mehr> - Antrag>
  • 600.000 € zusätzlich für Projekte der freien Kunst- und Kulturszene (22.1.09) mehr> - Beschluss>
  • Thesenpapier zur Förderung der freien Kunstszene (06.11.08) mehr>
Kreative Stadt:
Seit fast 10 Jahren vernetze ich - gemeinsam mit Bille Wiedenmann - in der Kultur-Initiative-München (KIM) die freie Kulturszene und Grüne aus Basis und Stadtrat. Gemeinsam haben wir Projekte ent-wickelt - wie die eines Theaterhauses für die freie Szene -, die ich gerne im Stadtrat unterstützen würde. Zu einer kreativen Stadt wie München gehören nicht nur Institutionen der Hochkultur, sondern auch eine lebendige Szene von KünstlerInnen und Kreativen.
"Großstädte wie München sind durch Dichte und Vielfalt gekennzeichnet. Gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Dynamik und Modernität - aber auch historische Erfahrung und Tradition - zeichnen sie aus. GRÜN steht für Urbanität. Technologie; Talent und Toleranz zeichnen kreative Großstädte aus, so der US-Wissenschaftler Richard Florida. München nimmt hier im deutschen Vergleich eine Spitzenstellung ein." (so schrieb ich im Wahlmanifest der Münchner Grünen)
Das Kulturkapitel im GRÜNEN Kommunalwahlprogramm 2008 (S.47 f.) hat Sigi Benker federführend formuliert unter Mithilfe von Bille Wiedenmann, Micha Bärmann und mir. Hier einige Auszüge:
"[...] Wir brauchen im kulturellen Leben Münchens Institutionen der Hochkultur mit Weltniveau wie die Philharmoniker, genauso aber eine lebendige freie Szene und Subkultur sowie lokale Ansätze in der Stadtteilkultur.
Moderne Stadtgesellschaften leben von ihrem kreativen Potential. Dabei spielen Kunst und KünstlerInnen eine besondere Rolle. Sie müssen noch mehr als bisher einbezogen werden, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, neue Sichtweisen und Ideen jenseits ausgetretener Pfade zu entwickeln.
Längst ist München eine internationale, interkulturelle und interreligiöse Stadt. Die Grünen haben die Errichtung des jüdischen Zentrums am Jakobsplatz intensiv begleitet und stehen für die Errichtung der Sendlinger Moschee. Interkulturalität muss auch im Stadtbild sichtbar sein.
Kultur muss gerade in München auch immer Erinnerungsarbeit sein. Endlich wurde das Jüdische Museum eröffnet, das NS-Dokumentationszentrum wird trotz aller Widrigkeiten kommen, die Kulturgeschichtspfade werden jedes Jahr mehr. Als einzige Partei sind wir der Ansicht, dass auch in München – wie in vielen anderen deutschen Städten – sog. Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete und vertriebene Münchner Juden im öffentlichen Straßengrund eingelassen werden sollten.

Die Grünen stehen im Kulturbereich für

  • den Erhalt der kulturellen Vielfalt. Kultur für alle bedeutet, dass es Kultur auch vor Ort in den Stadtteilen gibt, sondern besonders auch, dass sich jegliches kulturelle Angebot darum bemüht, für alle da zu sein. Erhalt kultureller Vielfalt bedeutet die Qualitätssicherung von Leuchttürmen wie Kammerspielen oder Lenbachhaus aber auch von Breitenangeboten wie Volkshochschule und Stadtbüchereien
  • Raum und Entwicklungsmöglichkeiten für die Aktivitäten der freien Szene; für Avantgarde und unangepasste Gruppen
  • eine aktivierende Kulturpolitik. Kulturpolitik soll dazu beitragen, dass möglichst viele Stadtbewohner, von reinen KonsumentInnen zu aktiven GestalterInnen des Kulturlebens werden - besonders in in der Kinder- und Jugendkultur und bei der Begleitung jünger KünstlerInnen

Zur Umsetzung der Ziele treten die Grünen dafür ein, dass [...]

  • sich die Münchner kulturellen Institutionen für die gut 1/3 MünchnerInnen mit Migrationshintergrund öffnen und MigrantenkünstlerInnen gleichberechtigt am öffentlich geförderten Kunst- und Kulturbetrieb teilhaben
  • die Förderung der kleinen Gruppen sowohl im Theater als auch im Musik-, Kabarett und Tanzbereich weiterhin erhalten bleibt und diese bei Raum- und Sponsorensuche, Genehmigungsverfahren etc. besser unterstützt werden
  • das von den Grünen beantragte "Büro für Zwischennutzungen" KünstlerInnen für temporäre Aktivitäten unterstützt
  • KünstlerInnen Ateliers zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung gestellten werden und die Künstlerkolonie in der Domagkstraße soweit möglich erhalten bleibt
  • die Freie Kunst - gerade auch verstörende und kontroverse - im öffentlichen Raum erhalten bleibt; der öffentliche Raum nicht Privat- und Partikularinteressen überlassen wird, sondern unter Einbeziehung der Kunst für alle urban und lebenswert gestaltet wird
  • das grün initiierte Vorhaben eines großen Kunstprojekts/Denkmals im öffentlichen Raum zur demokratischen Entwicklung Münchens zur 850-Jahr-Feier 2008 auf einem der zentralen Plätze der Altstadt verwirklicht wird
  • neue Wege gesucht werden, Künstlerlnnen schon im Vorfeld von Stadtgestaltungsfragen miteinzubeziehen
  • eine Kulturtaxe eingeführt wird, bei dem alle, die München besuchen, eine kleine Summe bei der Übernachtung im Hotel dazuzahlen – mit der Folge, dass die Kultureinrichtungen in München 5–10 Mio. € mehr zur Verfügung hätten.

von links: Alexeij Sagerer (proT), Bille Wiedenmann und Florian Roth (beide von KIM - der grünen Kultur-Initiative München)

Das Manifest von KIM - der grünen Kultur-Initiative München (Autor: Florian Roth)
Der kulturpolitische Teil des grünen Kommunalwahlprogramms 2002 (AutorInnen: Florian Roth, Bille Wiedenmann)
WähltKultur!

Hier: Kultur-Flyer

Am 26.1. auf einer gemeinsam mit Sigi Benker organisierten Stadtführung zum Thema Erinnerungskultur (mehr zum Thema hier>>>).
Oben: Im Saal des Alten Rathauses, von wo am 9. November 1938 die Planungen zur Reichspogromnacht ausgingen (rechts oben Gedenkschild).
Unten: In der Hochschule für Musik, wo sog. "Stolpersteine" zur Erinnerung an von Nazis Ermordete verlegt sind (die Grünen waren im Stadtrat die einzige Fraktion, die sich mehrheitlich für diese ausgesprochen hatte).
Veranstaltung am 11.12.07 in Theater HALLE 7/WhiteBox in der Kultfabrik der Kultur-Initiative München (KIM) mit Florian Roth, Sigi Benker und dem Münchner Kulturreferenten Dr. Küppers - Eindrücke von Florian Roth hier>>
Warum engagiere ich mich für Kulturpolitik?
  • Weil für mich Kultur nicht politisches Nebenthema, Sahnehäubchen und Luxus, sondern ein Lebensmittel, eine politische Pflichtaufgabe, eine Grundvoraussetzung für eine lebendige demokratische Stadtgesellschaft ist.
  • Weil ich ein gewisses Misstrauen habe gegenüber Kulturpolitik nach Gutsherrenart mit Erbhöfen, persönlichen Gnadenerweisen und sich im Glanze ästhetischer Repräsentanz sonnenden Kommunalherrschern.
  • Weil ich eine phantasievolle, kommunikative, vernetzende, nicht alles selber machen wollende Politik des Kulturreferats befördern will.
  • Weil ich mich einsetzen will für freie Szene, Jugend- und Alternativkultur - und
    Kulturpolitik mehr als Künstlerförderung denn als Immobilienpolitik sehe.
  • Weil ich Mischungen und Verbindungen zwischen Kunst- und Kulturformen, Szene und Milieus kulturpolitisch ermöglichen will - und Stadtkultur für mich immer Multikultur ist.
KünstlerInnen und Leute aus der Kulturszene, die mit Florian Roth regelmäßig über kulturpolitische Themen diskutieren
- in der grünen Kultur-Initiative München KIM:

Petra Perle (www.petra-perle.de)

Ulrike Trüstedt (Pfingstsymposion)

Dieter Trüstedt (echtzeithalle)

Alexeij Sagerer (proT)

Klaus Kreuzeder (Jazzmusiker)

Wolfram Kastner (Künstler)
und viele andere

KIM am 13.4.03 (v.l.: Alexeij Sagerer, Bille Wiedenmann, Hajo Bahner


Diskussionsrunde zum Kommunalwahkampf 2002 mit (v.l.) Robert Brannekämper (CSU), Monika Renner (SPD), Alexeij Sagerer (Moderator), Florian Roth (Grüne), Nadja Hirsch (FDP) im gap am 15.2.02

(Gruppenbild von Mitgliedern von KIM)

Kulturpolitische Pressemitteilungen aus meiner Zeit als Vorsitzender der Münchner Grünen in Überschriften:

Florian Roth zum Papstplakat der Kammerspiele:
"Freiheit der Kunst umfasst auch respektlosen Umfug".
Presseerklärung vom 13.2.05

Florian Roth zu Literaturnobelpreis für Elfriede Jelinek:
"Gratulation an 'Halb-Münchnerin'"
Presseerklärung vom 8.10.04

Florian Roth skeptisch gegenüber
Anti-Hochhaus-Bürgerbegehren:
"Hochhäuser können urbane ästhetische Akzente setzen"
Presseerklärung vom 07.04.04

Florian Roth für "Stolpersteine":
"Herausreißen der Gedenkplatten Schande"
Presseerklärung vom 15.06.04
Florian Roth für "Stolpersteine" zur Erinnerung an ermordete Juden - Presseerklärung vom 3.2.04
und vom 5.11.03
Homepage des Projekts

Florian Roth zu Bücherbegehren
 "Mit 'Nein' stimmen!" - Presseerklärung vom 26.9.2003
"Sympathie und Skepsis"
Presseerklärung vom 12.5.2003

Florian Roth zu Buchmessendiskussion:
"Große Chance für Kultur- und Medienstadt München"
Presseerklärung vom 5.3.2003

Florian Roth zu "Körperwelten"-Erlaubnis:
"Urteil Sieg der Freiheit über die Bevormundung"
Presseerklärung vom 21.2.2003
Florian Roth gegen "Körperwelten"-Verbot:
"Liberalität statt obrigkeitsstaatliche Bevormundung"
Presseerklärung vom 27.1.2003

Beschluss der Münchner Grünen vom 13.2.2003 zu den Büchereien auf Initiative von Florian Roth:
"Stadtbibliotheken als kulturelle Grundversorgung weitgehend erhalten"

Florian Roth zum Theaterpapier Raus:
"Bündnis für Theater auch für München"
Presseerklärung vom 16.12.2002

Florian Roth zu Rausschmiss von
Haus-der-Kunst-Leiter Vitali:
"Beispielloser Affront gegenüber einem innovativen und erfolgreichen Ausstellungsmacher"
- Presseerklärung vom 18.1.2002

Florian Roth zur Verlagerung des Kunstparks nach Fröttmanning:
"Kann Bereicherung für den Münchner Norden werden"
- Presseerklärung vom 20.2.2002